Aktualisiert 26. August 2026 – Lesezeit 4 Minuten
Unsere Playbooks machen aus strategischen Grundlagen konkrete Projekte – für Plätze und Quartiere. Sie beantworten die Frage: Was machen wir jetzt konkret?
Die Auswirkungen des veränderten Klimas waren in diesem Sommer deutlich spürbar: auf überhitzten Plätzen, in Innenhöfen oder Wohnungen oder vertrockneten Wiesen. Gemeinden wissen, dass sie zunehmend handeln müssen.
Die Lücke zwischen Strategie und Umsetzung
Die Gemeinden und ihre Fachpersonen wissen nicht nur, dass sie handeln müssen. Viele verfügen auch bereits über gute Grundlagen. Sie haben eine Klimastrategie, eine Hitzeanalyse, ein Freiraum- oder Stadt­entwicklungs­konzept. Gemeinden wissen, wo Handlungsbedarf besteht. Und kennen die Planungshilfen von Bund und Kanton.
Doch dann stellt sich die entscheidende Frage: Was machen wir konkret am ausgewählten Platz?
Klimaanpassung wird dort greifbar, wo aus einer Analyse ein konkretes Projekt wird. Wo entschieden wird, welche Massnahmen sinnvoll sind, wer davon betroffen ist, wer mitwirken kann und wie die Umsetzung gelingt. Genau dabei unterstützen wir Gemeinden.
Bildlegende: Der Sihlgraben in der Stadt Zürich vereint Grün, Schatten und Wasser – und ist immer noch ein Geheimtipp für die schnelle Mittagspause.
Vom Konzept zur konkreten Anpassung
Unsere Playbooks zeigen, wie Gemeinden von der Analyse zur konkreten Massnahme kommen. Dabei geht es nicht nur darum, die möglichen Massnahmen zu kennen. Sondern diese auch auf die Situation vor Ort zu übertragen, zu priorisieren und gemeinsam mit den relevanten Akteuren umzusetzen.
Das ist der entscheidende Schritt. Denn während eine Gemeinde sehr gut weiss, welcher Platz sich beispielsweise zu stark erhitzt und welche fachlichen Massnahmen sinnvoll wären, muss sie auch Antworten auf ganz praktische Fragen finden:
- Wem gehört der Platz?
- Wer nutzt ihn?
- Wer ist von Veränderungen betroffen?
- Welche Interessen müssen berücksichtigt werden?
- Was können sie zur Umsetzung beitragen?
Mit diesen Schritt wird Klimaanpassung zu einer gemeinsamen Aufgabe. Und diese muss so organisiert sein, dass dies Massnahmen von den betroffenen Menschen auch getragen werden.
Vom Hitzeproblem zum konkreten Projekt
Damit dies gelingt, arbeiten wir mit einem einfachen Prinzip: sensibilisieren, aktivieren, gemeinsam umsetzen. Das kann für die nötige Akzeptanz sorgen, aber auch ein übergreifendes Beschattungs- und Begrünungskonzept, das die Gemeinde mit Gewerbe, Liegenschaftsverwaltungen und Privaten umsetzt. Wie unser Prozess aussieht, zeigen wir mit dem Playbook «Hitzeschutz».
Schritt 1
Sensibilisierung – Hitze erfahrbar machen
Zuerst geht es darum, die Situation vor Ort sichtbar und verständlich zu machen. Wo entstehen Hotspots, wer ist davon betroffen? Gleichzeitig gilt es, entstehende Chancen im Anpassungsprozess zu erkennen und Zielkonflikte offen anzusprechen.
Dafür eignen sich unterschiedliche Methoden: von Informationsveranstaltungen bis zu spielerischen Online-Angeboten, die Hitze und ihre Auswirkungen unmittelbar erfahrbar machen. Das Ziel aller Aktivitäten im ersten Schritt: ein gemeinsames Verständnis schaffen!
Schritt 2
Aktivieren – Betroffene zu Unterstützern machen
Verständnis allein führt noch nicht zu konkreten Umsetzungen. Menschen werden aktiv, wenn sie erkennen, warum eine Veränderung für sie wichtig ist, welchen Nutzen sie bringt und wo sie selbst etwas beitragen können. Deshalb braucht es konkrete, niederschwellige Möglichkeiten zum Mitmachen. Ein Grundsatz aus unserem Playbook lautet deshalb «Ohne erkennbaren Nutzen bleibt Engagement aus».
Auszug Playbook
Hitzeminderung & Aktivierung
Der Merksatz zur Aktivierung heisst «Ohne erkennbaren Nutzen bleibt das Engagement aus». Der Auszug zeigt beispielhaft Ziele, Rollen oder Stolpersteine:
- Ziel: Anrainer erkennen, wo sie Einfluss haben
- Rollen: Gemeinde als Initiator, Quartier-Bewohner als Betroffene
- Stolperfallen: Aktivismus statt konkreter Nutzen
Welche Akteure einbezogen werden müssen, hängt vom Projekt ab: Bewohnende, Eigentümerschaften, Gewerbetreibende, Vereine oder weitere lokale Akteure. Unser Ziel dabei: Bereitschaft zum Handeln schaffen. Wie solche Beteiligungsprozesse gestaltet werden können, zeigen wir ausführlicher in unserer [praxisnahen Anleitung für wirksame Beteiligung].
Schritt 3
Gemeinsam umsetzen – Wirkung erzielen
Beteiligung ist kein Selbstzweck. Sie ist immer dann sinnvoll, wenn die Beteiligten tatsächlich Einfluss auf die Entwicklung und Umsetzung eines Projekts nehmen können. Dafür braucht es Klarheit:
- Welche Entscheidungen sind offen?
- Wo können die Beteiligten Einfluss nehmen?
- Wer entscheidet am Ende?
- Welche Rolle übernimmt die Gemeinde?
- Was passiert mit den Ergebnissen?
So entsteht aus Beteiligung ein konkreter Beitrag zur Umsetzung. Und weil Klimaanpassung kein einmaliges Projekt ist, gehört auch die Überprüfung der Wirkung dazu: Was wurde erreicht? Was hat funktioniert und muss nachjustiert werden? (Wie wir solche Prozesse monitoren, können Sie im Beitrag über partizipatives Monitoring lesen).
Von der Konzeption bis zur Umsetzung
Wir unterstützen Gemeinden dabei, aus vorhandenen Grundlagen konkrete Projekte zu entwickeln und umzusetzen – von der Konkretisierung und Priorisierung von Massnahmen über Kommunikation und Aktivierung bis zur Beteiligung und Begleitung der Umsetzung. Dabei arbeiten wir pragmatisch und eng mit den Fachstellen und den Menschen vor Ort zusammen.
Sie haben bereits eine Analyse oder Strategie und fragen sich, was jetzt konkret umgesetzt werden kann?
Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt
Sie planen ein konkretes Vorhaben und möchten die relevanten Menschen sinnvoll einbeziehen? Wir unterstützen Sie bei der Konzeption und Umsetzung des passenden Beteiligungsprozesses.
Wie ein solcher Ansatz konkret aussehen kann, zeigt auch unser Praxisbeispiel aus Zürich-Witikon.
Wir sorgen für Wirkung - versprochen!
Unser Team unterstütz Sie unkompliziert, aber kompetent. Und sorgt für Unterstützung mit maximaler Wirkung für Ihre Projekte.
So nehmen Sie Kontakt mit uns auf
Unsere Expertise
Beratung, Konzept, Umsetzung, Projektleitung, Moderation
Unsere Erfahrung
Unsere Expertinnen und Experten haben langjährige Erfahung und wissen, was es für eine erfolgreiches Projekt braucht. Dabei arbeiten wir interdisziplinär, zielgerichtet und praxiserprobt.
Titelbild: Credit by Starcevic