Die Klimawende ist kein Selbstzweck. Die Hitze ist da – spürbar in Wohnungen, auf Schulwegen oder in Innenhöfen. Massnahmen zur Begrünung oder zum Hitzeschutz verbessern deshalb Lebensqualität, erhöhen den Werterhalt und stärken die Nachbarschaft. Wollen Verwaltungen die nötigen Anpassungen vorantreiben, genügen jedoch klassische Massnahmen in der Kommunikation oder der Partizipation nicht.
Das Playbook als Grundlage
Dieses Playbook zeigt, wie Gemeinden, Eigentümer, Gewerbe und Mieterinnen zusammen aktiv werden können. Ein Playbook zeichnet sich generell durch definierte Ziele, moderierte Prozesse und wirksame Handlungen aus. Unser Playbook «Begrünung und Hitzeminderung» richtet sich an Verwaltungen, die erkannt haben, dass:
- Informationen alleine nicht aktivieren,
- Förderprogramme alleine Ziele nicht reichen,
- und Klimaanpassung ohne Beteiligung scheitert.
Denn wenn z.B. Bäume in 15 Jahren ihren Schatten spenden und das Mikroklima kühlen sollen, muss es heute geplant und umgesetzt werden. Wie das geht, zeigen Ihnen unsere Auszüge aus dem Playbook.
Schritt 1
Sensibilisierung – Hitze erfahrbar machen
Zuerst geht es darum, Hitze als gemeinsame Realität zu erkennen. Alle müssen verstehen, wo Hitze wirkt und warum Begrünung wichtig ist. Gemeinden können dies erreichen, indem sie Hotspots sichtbar machen, z. B. durch Karten oder Quartierspaziergänge, und die Alltagswirkungen auf Gesundheit, Schlaf und Aufenthaltsqualität aufzeigen. Gleichzeitig sollten Zielkonflikte, wie der Abbau von Parkplätzen für mehr Grünraum oder die gesundheitlichen Folgen bei vulnerablen Personen, offen angesprochen werden.
Auszug 1 - Playbook
Sehen Sie hier beispielhaft, mit welchen Massnahmen wir den Merksatz «Sensibilisierung scheitert, wenn Hitze abstrakt bleibt» einlösen:
- Ziel: Alle Beteiligten erkennen Hitze als reale Herausforderung und verstehen die Bedeutung von Begrünung.
- Massnahmen: Hotspots identifizieren
- Akteure: Gemeinden (Rolle Organisator), Bevölkerung (Rolle Beobachter)
- Typische Stolperfallen: Zu frühe Diskussion von Lösungen statt Problemwahrnehmung
- Checkliste: Wurde Betroffenheit konkret vermittelt?
Schritt 2
Aktivierung – Betroffenheit in Handlung umwandeln
Sind Menschen sensibilisiert, geht es darum, Handlungsbereitschaft zu erzeugen. Sie müssen erkennen, welchen Nutzen ihre Beteiligung hat und wo sie selbst Einfluss nehmen können. Hier können Gemeinden z. B. Balkone, Innenhöfe, Vorgärten oder Fassaden als konkrete Gestaltungsräume zeigen. Der Nutzen sollte klar benannt werden: Kühlung, Werterhalt und Lebensqualität. Niederschwellige Mitmachangebote, wie kleine Pflanzaktionen oder Informationsveranstaltungen, helfen, erste Schritte zu gehen.
Auszug 2 - Playbook
Sehen Sie hier beispielhaft, mit welchen Massnahmen wir den Merksatz Aktivierung «Ohne erkennbaren Nutzen bleibt das Engagement aus» einlösen:
- Ziel: Menschen erkennen, wo sie selbst Einfluss haben.
- Massnahmen: niederschwellige Angebote zum Mitmachen
- Akteure: Gemeinden (Rolle Organisator), Bevölkerung (Rolle Bewohner)
- Typische Stolperfallen: Moralische Appelle statt klarer Nutzen
- Checkliste: Ist der persönliche Nutzen konkret?
Schritt 3
Beteiligung – Gemeinsam wirksam gestalten
Im letzten Schritt geht es um echte Mitgestaltung mit Wirkung. Bewohner:innen sollen bei Planung und Umsetzung der Maßnahmen einbezogen werden, Prioritäten gemeinsam festlegen und klare Rollen und Entscheidungswege kennen. Evaluation ist hier entscheidend: Wurde die Maßnahme umgesetzt, hat sie Wirkung, und müssen Anpassungen erfolgen? So wird Beteiligung wirksam statt symbolisch.
Auszug 3 - Playbook
Sehen Sie hier beispielhaft, mit welchen Massnahmen wir den Merksatz «Beteiligung ohne Wirkung ist schlimmer als keine Beteiligung» einlösen:
- Ziel: Massnahmen gemeinsam entwickeln, umsetzen und sichtbare Wirkung erzielen.
- Massnahmen: Co-Creation der Massnahmen mit Bevölkerung
- Akteure: Gemeinden (Rolle Moderation), Bevölkerung (Rolle Mitgestaltung)
- Typische Stolperfallen: Beteiligung ohne echte Entscheidungsmacht
- Checkliste: Sind die Entscheidungsräume klar?
Ihr nächster Schritt?
Hitze ist real – und handeln ist möglich. Prüfen Sie, wo Ihre Gemeinde Hitze-Hotspots hat und aktivieren Sie dort Eigentümer, Mieterinnen und Nachbarschaften. Und gestalten Sie die Massnahmen gemeinsam im Quartier!
Die Klimawende betrifft uns alle – gemeinsam handeln schafft Nutzen für alle.
Wir sorgen für Wirkung - versprochen!
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Unsere Expertise
Beratung, Konzept, Umsetzung, Projektleitung, Moderation
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Unsere Expertinnen und Experten haben langjährige Erfahung und wissen, was es für eine erfolgreiches Projekt braucht. Dabei arbeiten wir interdisziplinär, zielgerichtet und praxiserprobt.
Titelbild: Credit by Starcevic