Die Ziele der Energiestrategie 2050 sind politisch beschlossen. Ihre Umsetzung entscheidet sich jedoch auf kommunaler Ebene. Vergleicht man Anspruch und Realität, so erkennt man eine verzwickte Situation mit vielen Widersprüchen. Denn obwohl technische Lösungen und finanzielle Förderinstrumente vorhanden sind, verläuft die Umsetzung nicht nur zaghaft, sondern schleppend. An diesem systemischen Befund ändert sich auch nichts, wenn in einzelnen Fällen z.B. eine Familie eine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt.
Was die Energiewende braucht
Die Gründe dazu wurden bereits mehrfach untersucht – und das sowohl von staatlichen wie unternehmerischen Studien. Aus Sicht der Gemeinden, Energieversorger und der Betroffenen lassen sich diese Erkenntnisse in drei Punkten zusammenfassen:
- Informationen alleine reichen nicht: Der Einbezug der Bevölkerung ist sowohl bei Gemeinden wie Energieunternehmen als wesentlicher Faktor erkannt. Dennoch erreichen weder Prozesse noch Kommunikation die Menschen und bleiben wirkungslos – gerade auch, weil diese ohne Anschluss bleiben.
- Zeitfenster werden nicht genutzt: Davon scheinen gerade kleine und mittelgrosse Gemeinden betroffen, wie die Studien aufzeigen. Das ist besonders kritisch, da viele Fördergelder nur noch bis ins Jahr 2030 gesichert sind.
- Gemeinden sind mehr als Auftraggeber: Die Rolle einer Gemeinde erschöpft sich nicht im (finanziellen oder politischen) Auftrag für einen Beteiligungsprozess. Sie muss dem Prozess auch den Rahmen vorgeben und den Prozess so moderieren (lassen), dass alle Akteure einbezogen werden.
Gleichzeitig spielen Energieversorger eine zentrale Rolle: Sie entwickeln Projekte, tragen Investitionen und stehen in direktem Kontakt mit den Eigentümern. Wirkung entsteht insbesondere dort, wo Gemeinden und Versorger ihre Aktivitäten frühzeitig abstimmen und koordiniert auftreten.
enovation unterstützt dabei als Übersetzer zwischen politischen Zielsetzungen, administrativen Anforderungen und den Bedürfnissen der Bevölkerung.
Ausgangslage
Wenn Ziele auf Alltag treffen
Aktuelle Zahlen wie das das siebte bundesrätliche Monitoring (für das Jahr 2025) zur Energiewende zeigen klar: Mit dem heutigen Tempo werden die Ziele nicht erreicht, insbesondere beim Ersatz fossiler Heizungen im Gebäudebestand.
Für Gemeinden und Energieversorger entsteht daraus eine komplexe Situation:
- politische Vorgaben sind klar formuliert
- Eigentümer entscheiden individuell und oft unter Zeitdruck
- Förderlandschaften sind (zu) komplex
- Verwaltungen und die Milizpolitik verfügen über begrenzte Ressourcen
Die Praxis zeigt: Werden diese Ebenen nicht miteinander verbunden, bleibt die Umsetzung punktuell. Werden hingegen Eigentümer, Bevölkerung, Gewerbe und Energieversorger frühzeitig einbezogen, entstehen koordinierte Lösungen – und Synergien können genutzt werden: Partizipation ist damit keine Zusatzaufgabe, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor.
Instrument 1
Frühzeitig steuern durch Beteiligung
Der Ersatz fossiler Heizungen ist nach wie vor ein zentraler Hebel. Aber Achtung: Viele Heizungsentscheide fallen kurzfristig. Das aber gilt nicht nur für das Beispiel Heizungsersatz, sondern auch bei der Möblilität oder zukünftigen Projekten. Gemeinden verlieren generell Einfluss auf Systemwahl und mögliche Synergien, je länger sie zuwarten. enovation setzt früh an, wie unser Beispiel zeigt:
- Identifikation von Gebäuden mit absehbarem Heizungsersatz
- frühzeitige Ansprache der Eigentümer
- Einbindung relevanter Akteure auf Quartier- oder Gemeindeebene
Dabei kommen Methoden aus dem Design Thinking zum Einsatz. Bedürfnisse, Bedenken und Handlungsspielräume der Betroffenen werden systematisch erhoben und in die Lösungsentwicklung integriert.
Beispiel: In einem Meet-up erkennen Stockwerkeigentümer und benachbarte Verwaltungen gemeinsame Potenziale. Daraus entsteht die Variante eines lokalen Wärmeverbunds – wirtschaftlich tragfähig und gemeinsam umgesetzt.
Instrument 2
Politische Ziele verständlich in Entscheidungshilfen übersetzen
Ein Heizungsersatz ist heute weniger eine technische als eine Investitions- und Vertrauensfrage. Eigentümer erwarten Orientierung, Verwaltungen nachvollziehbare Grundlagen und belastbare Optionen.
Gemeinden übersetzen – idealerweise mit Energieversorgern:
- energiepolitische Vorgaben in konkrete Handlungsoptionen
- Fachinformationen in verständliche Entscheidungsgrundlagen
- Förderlogiken in klare Nutzenargumente
Beispiel: Ein Informationsanlass ist eine gute Gelegenheit, die Rahmenbedingungen zu erklären und auf die eigenen Angebote hinzuweisen. Entscheidend für den Erfolg sind zweierlei: Zum einen muss das Programm spezifisch auf die Zielgruppen und das Thema angepasst werden (private Hausbesitzer und institutionelle Verwaltugnen haben unterschiedliche Motivationen), zum anderen braucht es nachgelagerte Aktionen und Begleitung – denn Information alleine reicht nicht aus.
Kommunlar Vollzug
«Meet-up» koordiniert
Je früher sich Nachbarschaften und Verwaltungen koordinieren, desto grösser die Chancen auf Synergien – sei es technologisch, finanziell oder im zeitlichen Ablauf. Wir bringen die Akteure zusammen.
Instrument 3
Beteiligung statt Information
Viele Gemeinden informieren gut – doch Information allein führt selten zur Umsetzung. enovation gestaltet Beteiligung so, dass sie Wirkung entfaltet:
- Formate, die Rückmeldungen ernsthaft aufnehmen
- Kommunikation aus Sicht der Betroffenen
- begleitende Massnahmen zur Umsetzung
Hier zeigt sich die Soft Power der Energiewende: Beteiligung schafft Vertrauen, Verständnis und Akzeptanz – und damit die Grundlage für Umsetzung.
Beispiel: Bewährt hat sich der lokale Informations- und Erfahrungsaustausch – wobei der Mix aus persönlichem Austausch vor Ort und nachgelagertem digitalen Angebot die beste Wirkung erzielt.
Kommunlar Vollzug
Beteiligung wirkt
Die Energiewende betrifft uns alle – unabhängig aller politischer Colour. Deshalb müssen die Betroffenen an der Umsetzung beteiligt werden, soll die Energiewende gelingen.
Instrument 4
Akteure und Angebote koordinieren
In Gemeinden bestehen zahlreiche Angebote und Kompetenzen. Ohne Koordination bleiben diese jedoch fragmentiert.
enovation verbindet:
- Politik, Verwaltung und externe Fachstellen
- bestehende Programme und neue Initiativen
- Planungsbüros dort, wo fachliche Umsetzung gefragt ist
Nutzen:
Die Gemeinde tritt gegenüber der Bevölkerung geschlossen und glaubwürdig auf, gewerbliche Angebote können ebenso problemlos integriert werden wie eigene Projekte oder Projekte von Dritten. Denn die neutrale Moderation stellt sicher, dass die Lösung im Vordergrund steht und nicht der Absatz.
Kommunlar Vollzug
Energiewende gestalten
Die Energiewende gelingt, wenn diese lokal koordiniert ist und die Ziele kooperativ angegangen werden. Das Playbook «Energiewende» liefert dazu die Anleitung.
Instrument 5
Prozesse moderieren und Interessen ausgleichen
Die Energiewende berührt Eigentum, Investitionen und lokale Interessen. Unterschiedliche Perspektiven sind normal. enovation begleitet diese Prozesse professionell:
- strukturierte Beteiligung statt punktuelle Diskussion
- transparente Abläufe und klare Rollen
- Fokus auf tragfähige Lösungen
Für Gemeinden bedeutet das weniger Konflikte und effizientere Verfahren. Für Energieversorger sinken Projektrisiken und Einsprachen.
Fazit
Umsetzung braucht Unterstützung!
Die Energiewende scheitert selten an fehlender Technik. Sie stockt dort, wo politische Ziele, administrative Logiken und individuelle Entscheidungen nicht zusammenfinden.
Entscheidend dabei ist nicht nur das Was, sondern auch das Wie: Denn nur dort, wo Gemeinden den Prozess moderieren, Energieversorger aktiv eingebunden und die Bevölkerung frühzeitig beteiligt wird, entstehen tragfähige Lösungen. Und so Projekte, die schneller umgesetzt und breiter getragen werden.
Als Übersetzer zwischen Politik, Verwaltung und Bevölkerung verbindet enovation partizipative Methoden, Design Thinking und energetische Fachkompetenz.
Das Ergebnis sind Lösungen, die politisch tragfähig, administrativ umsetzbar und gesellschaftlich akzeptiert sind.
Wir sorgen für Wirkung - versprochen!
Unser Team unterstütz Sie unkompliziert, aber kompetent. Und sorgt für Unterstützung mit maximaler Wirkung für Ihre Projekte.
So nehmen Sie Kontakt mit uns auf
Unsere Expertise
Beratung, Konzept, Umsetzung, Projektleitung, Moderation
Unsere Erfahrung
Unsere Expertinnen und Experten haben langjährige Erfahung und wissen, was es für eine erfolgreiches Projekt braucht. Dabei arbeiten wir interdisziplinär, zielgerichtet und praxiserprobt.